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Kritische Berichte über Behörden, Gerichte und Verwaltung in Kiel, Schleswig-Holstein und Hamburg

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Polizei nimmt kein Bargeld? Stimmt so nicht

Polizei nimmt kein Bargeld? Stimmt so nicht

12.10.2026

Polizei nimmt kein Bargeld? Stimmt so nicht

Die Polizei in Kiel warnt vor Betrügern am Telefon. Dabei schreibt sie: Die Polizei nehme kein Bargeld an, damit ein Angehöriger nicht ins Gefängnis muss. Das stimmt so nicht. Wer eine Geldstrafe nicht bezahlt hat und deshalb mit Haftbefehl gesucht wird, kann sie noch nach der Festnahme bezahlen. Eltern, Freunde oder der Chef dürfen das auch. Die Bundespolizei in Kiel und Flensburg meldet solche Fälle regelmäßig, die Polizei Kiel hat einen davon sogar selbst mitveröffentlicht. Richtig ist nur: Echte Polizisten rufen nicht an und schicken keinen Boten, der Geld an der Haustür abholt.
Weiterlesen →Lesezeit: 5–10 min

Rote Ampel: Polizeiakte zu dünn fürs Bußgeld

Rote Ampel: Polizeiakte zu dünn fürs Bußgeld

11.10.2026

Rote Ampel: Polizeiakte zu dünn fürs Bußgeld

Zwei Polizisten sehen von ihrem Streifenwagen aus einen Radfahrer bei Rot über eine Kreuzung fahren. Sie halten einen Radfahrer an, die Stadt verlangt 128,50 Euro. Drei Wochen später schreibt die Polizei auf, was sie gesehen hat. Dem Amtsgericht Kiel reicht das nicht: Es fehlen Angaben zu Abstand und Zeit, es fehlt eine Antwort auf die Frage nach den Dienstausweisen, und eine Verwechslung ist nicht ausgeschlossen. Das Gericht stellt das Verfahren ein. Die Kosten trägt die Staatskasse. Übrig bleiben vier Monate Schriftverkehr zwischen sechs Stellen, und nichts ist geklärt.
Weiterlesen →Lesezeit: 7–13 min

Falsche Impfpässe: 71 Abnehmer verurteilt

Falsche Impfpässe: 71 Abnehmer verurteilt

07.10.2026

Falsche Impfpässe: 71 Abnehmer verurteilt

Eine frühere Arzthelferin hat gestanden, 121 Corona-Impfungen bescheinigt zu haben, die es nie gab. Die Knooper Zeitung hat die Staatsanwaltschaft Kiel gefragt, was aus den Abnehmern wurde. Die Antwort: 121 Ermittlungsverfahren, 71 Verurteilungen, 18 Einstellungen, 31 Verfahren ohne Angabe. Warum die Ermittlungen gegen die Angestellte zweieinhalb Jahre dauerten, erklärt die Behörde mit dem Umfang. Wie viele Impfpass-Verfahren es in Kiel insgesamt gab, kann sie nicht sagen: Es gibt keine Statistik dazu.
Weiterlesen →Lesezeit: 7–13 min

Verdächtiges Rad: Wer zahlt den Einsatz?

Verdächtiges Rad: Wer zahlt den Einsatz?

29.09.2026

Verdächtiges Rad: Wer zahlt den Einsatz?

Am Bahnhof Lübeck hielt die Bundespolizei ein selbst gebautes E-Bike für gefährlich, sperrte den Bahnhof und ließ Spezialkräfte kommen. Dem Besitzer drohen nun Polizeikosten. Der Artikel erklärt, woher der Bund dieses Recht nimmt, wie viel ein solcher Einsatz kostet und warum die Landespolizei Schleswig-Holstein für denselben Fall keine Gebühr erheben könnte.
Weiterlesen →Lesezeit: 6–12 min

Strafakten auf USB-Sticks – danach recycelt

Strafakten auf USB-Sticks – danach recycelt

23.09.2026

Strafakten auf USB-Sticks – danach recycelt

Im Prozess um gefälschte Impfpässe bekamen die Schöffinnen am Amtsgericht Kiel die Akten auf USB-Sticks. Sie sollten die Sticks zum nächsten Termin wieder mitbringen. Danach werden die Sticks in der IT des Gerichts wiederverwertet. Das ist riskant: für die Rechner des Gerichts, für die Daten aus diesem Verfahren und für alle späteren Verfahren, in denen derselbe Stick benutzt wird. Denn Daten auf einem USB-Stick lassen sich nicht zuverlässig löschen.
Weiterlesen →Lesezeit: 2–5 min

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